Das Rütli in der Gemeinde Seelisberg (CH)

Was die Rütli-Wiese - die "Wiege der Schweiz" genannt - mit der comperdi zu tun hat, erfahren Sie bald hier.

Denkwerkzeuge der Höchstleister / Branchenbezogene Werkzeuge

Industrialisierung in der Assekuranz

Die Wertschöpfung in der Industrie hat sich um die letzte Jahrhundertwende von der Manufaktur auf den so genannten Taylorismus umgestellt, eine sehr erfolgreiche Anpassung an die damals neu entstandenen Massenmärkte. Kostenreduktion durch Standardisierung, das war der Beginn der Industrialisierung.

Die Versicherungsbranche hatte bis zum absehbaren Ende der Regulierung (um 1980) keinen Grund ihre manufakturelle Wertschöpfung durch eine tayloristische zu ersetzen. Durch diese Verzögerung (relativ zur Industrie) hat sich ein hohes Potential an ungenutzten Entwicklungsmöglichkeiten angehäuft. Deswegen erreichen Versicherungen mit tayloristischen Ansätzen (Standardisierung) heute große Effekte in der Kostenreduktion und der Rationalisierung. Dies wird in der Versicherungsbranche aktuell als Industrialisierung bezeichnet.

Viel Zeit für den Genuss dieses Effektes wird aber nicht bleiben. Denn die Deregulierung öffnet die lokalen Märkte auch für die Effekte der Globalisierung. Auch der heimische Versicherungsmarkt wird dynamisch. Tayloristische Wertschöpfung senkt die Kosten, verträgt aber keine Dynamik. Das heißt, die Versicherungen werden auch hier der Industrie folgen müssen: Die Erweiterung tayloristischer Wertschöpfung durch Dynamik robuste Anteile.

Industrialisierung ist ein lohnendes Vorbild für Versicherungen. Allerdings kann nicht nur die Phase der Taylorisierung um die letzte Jahrhundertwende einbezogen werden, sondern auch heutige Reaktion der Industrie auf die neue globale Dynamik.

Hier könnten die Versicherungen aus der Not der noch nahen Manufaktur eine Tugend machen. Die Dynamik robuste Wertschöpfung der Industrie ist nichts anderes, als die gekoppelte Koexistenz von Taylorismus und Manufaktur.